ATLAN – LEPSO-Trilogie Band 3

LEPSO 3

Vor kurzem habe ich endlich den dritten Band der LEPSO-Trilogie zu Ende gelesen. Exposéautor Michael Marcus Thurner schließt mit dem Taschenbuch den ersten ATLAN-Minizyklus bei Fanpro ab.
Die Handlung spielt auf dem Planeten Sadik und in Camouflage, der letzten Zuflucht der Tyarez. Der erste Teil des Romans bringt nichts Neues. Schon wieder ist Atlan in einem Gefangenenlager und muss sich gegen fiese Wärter behaupten. Hatten wir das nicht schon im letzten Band der Trilogie? Damals war das Lager in einer Wüste, der Sch(w)eißöde, diesmal muss sich Atlan in eine (Unter)Wasserwüste mit gar schröcklichen Gefahren herumschlagen. Gähn!
Zudem trägt der Arkonide, der wieder einmal sträflich unvorbereitet in den Einsatz auf Sadik geht, gar nichts zum Umsturz und der Entmachtung derer da Tromin bei. Das bewerkstelligen alles seine Begleiter Aziela da Onur und Ohm Santarin. Das einzige, was Atlan am Ende von der Episode auf Sadik hat, sind die Koordinaten von Camouflage.
Wirklich interessant sind eigentlich nur die Kapitel, in denen die Geschichte der Tyarez und Gavivi erzählt wird.
Im zweiten Teil werden dann die Ereignisse in Camouflage geschildert. Ich muss zugeben, dass mir die Beschreibungen der ganzen Falten und Ebenen einfach zu hoch war. MMT hat es nicht geschafft, mir das Konzept hinter Camouflage auch nur im Ansatz verständlich zu machen. Na ja, was soll’s, zum Ende hin wird die Handlung eh’ immer wirrer.
Die Auflösung der ganzen Tyarez-Geschichte bleibt unbefriedigend. Man merkt deutlich, dass MMT zu Beginn der Trilogie noch nicht wusste, wie es ausgehen wird. Dementsprechend konstruiert und an den Haaren herbeigezogen ist das ganze dann leider. Ich zumindest habe nicht verstanden, warum Zewayn da Onur sich zum Double von Atlan machen musste und ausgerechnet auf Lepso versucht hat, mit dem Lordadmiral der USO Kontakt aufzunehmen, um Hilfe im Kampf gegen die abtrünnigen Hautträger und die Schwarze Garde zu bekommen. Logisch ist das jedenfalls nicht.

Einzig die Schlusspointe konnte wieder etwas versöhnen.
Was im Roman sonst noch auffällt ist, dass bei den Fanpro-Romanen nicht nur mehr (meist sinnfreie) Action enthalten ist, sondern auch deutlich mehr Sexszenen. Ob das wohl aus verkaufstaktischen Gründen seitens des Verlags so vorgegeben war?

Fazit:
MMT kann zwar, wie üblich, mit seinem gefälligen Schreibstil punkten, aber inhaltlich hat sein Roman deutliche Schwächen. Zudem ist die Auflösung der Zyklushandlung unbefriedigend. Trotzdem war der Roman noch besser als der zweite Band von Christian Montillon, daher doch noch ein NICHT ÜBEL.
Insgesamt war die erste ATLAN-Trilogie doch eher enttäuschend. Nach einem sehr guten Auftaktband von Wim Vandemaan, ging es qualitativ rapide bergab. Daher nur ein NICHT ÜBEL für den LEPSO-Minizyklus.

RUDYN 1

Der nächste, RUDYN-Trilogie genannte, Minizyklus erscheint nahtlos bei Fanpro, erneut nach Exposés von Michael Marcus Thurner. Allerdings wird der Wiener diesmal nicht als Autor vertreten sein.
Den Auftakt macht Achim Mehnert im April 2007 mit »Die Psi-Kämpferin«.

Der Verlagstext dazu:
Die Rudyn Trilogie spielt im 32. Jahrhundert, einer Zeit, in der sich das Solare Imperium von den Schrecken des Dolan-Krieges noch nicht vollständig erholt hat. Aus den Trümmern des alten Sternenreiches sind neue Staaten hervorgegangen, neue Zweckbündnisse und Koalitionen. Die Mächtigsten – und damit Bedrohlichsten – sind das Imperium Dabrifa, der Carsualsche Bund und die Zentralgalaktische Union (ZGU) mit ihrem Sitz auf dem Planeten Rudyn …
Atlan geht mit seiner United Stars Organisation – kurz USO genannt – wieder in den Einsatz: Als seltsame Signale empfangen werden, die auf einen versteckten Zellaktivator hinweisen, wird der unsterbliche Arkonide sofort aktiv. Er begibt sich auf die fieberhafte Suche nach dem Leben verlängernden Gerät und heftet sich an die Fersen zweier USO-Agenten, die der Gier nach Unsterblichkeit erliegen – mit fatalen Folgen …
Eine weitere Hauptfigur ist die starke Kämpferin Trilith Okt. Sie besitzt erstaunliche Fähigkeiten, die sie rücksichtslos einsetzt …

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